Geplante Änderung der Entnahmesysteme der Fa. Sarstedt

Über unsere Mitglieder sowie über Außendienstkontakte wurde der Vorstand des BDDH e. v.  informiert, dass derzeit eine Einschränkung des Produktsortiments Blutentnahmesysteme von Sarstedt erfolgt. Nach bisher unbestätigten Informationen betrifft dies insbesondere die CTAD‑Röhrchen (geplante Anhebung des Probenvolumens von 2,9 ml auf 4,3 ml). Zudem soll die Produktion der 5,4‑ml‑Citrat‑Röhrchen eingestellt werden.

Als Vorstand des Berufsverbandes der Deutschen Hämostaseologen e. V. (BBDH) möchten wir in diesem Zusammenhang auf mögliche Auswirkungen dieser Änderungen auf die klinische Routine sowie die Spezialdiagnostik in der Hämostaseologie hinweisen.

CTAD‑Röhrchen sind für bestimmte Spezialuntersuchungen essenziell, beispielsweise für die Bestimmung des Plättchenfaktors 4. Darüber hinaus werden an verschiedenen Zentren Anti‑Xa‑Bestimmungen aus CTAD‑Plasma durchgeführt. Eine Umstellung von 2,9 ml auf 4,3 ml würde zwangsläufig zu einem höheren Probenvolumen führen, ohne dass hierfür aus diagnostischer Sicht eine Notwendigkeit besteht. Zudem ergeben sich praktische Einschränkungen: Einige Gerinnungsanalysesysteme können größere Röhrchen nicht automatisch verarbeiten, sodass eine manuelle Beladung mit entsprechend zusätzlichem Arbeitsaufwand erforderlich wäre.

Auch die geplante Einstellung der 5,4‑ml‑Citrat‑Röhrchen hätte für zahlreiche hämostaseologische Labore erhebliche Konsequenzen. Größere Citrat‑Röhrchen werden vielerorts gezielt eingesetzt, um bei möglichst wenigen Blutentnahmen ein umfassendes hämostaseologisches Profil erstellen zu können. Darüber hinaus werden 5,4‑ml‑Citrat‑Röhrchen im Rahmen automatisierter Lösungen – beispielsweise mit Gerinnungsanalysesystemen der Firma Werfen – bevorzugt verwendet, da diese Systeme speziell auf solche Röhrchengrößen ausgelegt sind und einen hohen Probendurchsatz ermöglichen.

Vor diesem Hintergrund haben wir anhängenden Brief an die Firma Sarstedt geschrieben: